
Genau so, mit dieser Aussicht würde ich gerne schreiben.
...Aber leider blicke ich nur auf das Industriegebiet im Nebelgrau
Macht nichts. Zum Glück sind meine Gedanken klar und nicht von Nebel umhüllt. Und deshalb finden sie den Weg hierhin auf diese Seite...
Spruch des Tages
Hör auf, immer anderen zu gefallen, und du wirst dir selbst mehr gefallen!
9.11.2025; 10:15 Uhr
Auf diesen Spruch bin ich gekommen, als ich im Wald spazieren ging. Er war mir so wichtig, dass ich ihn zum Glück nicht vergessen habe und nun steht er hier. In würdiger Weise, gross genug und gut leserlich geschrieben. Wie bei einer Zeitungsschlagzeile, denn das hat dieser Spruch verdient. Er verdient es, gelesen und gesehen zu werden.
Die See kann manchmal aufgewühlt sein – die Seele auch. Die See kann manchmal ruhig, still und friedlich sein. Sie kann flach und glasklar, aber auch tief und undurchdringlich sein. Sie kann ihren Zustand stets ändern: Mal wird sie vom Wind aufgepeitscht und wild hin und hergeworfen. Mal wird sie erhitzt und überreizt, mal wird sie gekühlt und beruhigt. Egal in welchem Zustand sie gerade ist, sie ist immer da.
Unsterblich ist sie, diese See. Auch wenn das Wasser verdunstet, so wird es irgendwann wieder zu Regen, zu Bächen, zu Flüssen und kommt wieder zurück dorthin, wo es hergekommen ist. Auch wenn das Wasser zu Eis erstarrt, so ist es doch immer noch da. Es ist nicht gestorben, es schläft nur. Um vielleicht irgendwann wieder geweckt zu werden. Um zu neuem Leben zu erwachen.
Die Energie ist und bleibt erhalten, nie verschwindet sie ganz. Ja selbst in der Luft ist sie immer da. Könnte auch unsere Seele so sein? Eine Energie, die immer da ist und nie erlöscht? Erstaunlich ist für mich, wie nahe doch die Wörter beieinander sind. Ob da nicht mehr Wahrheit dahintersteckt, als man vielleicht auf den ersten Blick meint…?



Solche Kinder können viel leiden, während es kaum jemand bemerkt. Sie sind äusserlich stark und erwachsen, innerlich aber ängstlich und abhängig. Sie tun alles, um den Respekt, die Liebe, die Wärme und die Aufmerksamkeit zu bekommen, die ihnen damals fehlte. Das Problem ist nur, dass sich dieses Ereignis auch nicht bei der 2., 3., oder x-ten Goldmedaille einstellt. Denn die Seele dürstet, sie bekommt aber nicht das Getränk, dass sie eigentlich braucht, sondern andere Dinge, die sie zwar ablenken können, aber nicht richtig nähren. Ja, ich fühlte dieses versteckte Leiden.
Ich finde es grossartig und bewundernswert, wenn jemand Spitzenleistung erbringt. Aber, wenn dahinter eine Kränkung, ein Leiden, ein Seelenunfrieden steckt, so macht mich das auch traurig und ich leide mit. Es klingt in mir auch eine Saite an. Ich kenne diese Art von Leid auch. Deshalb will ich jetzt lernen, ein guter Mensch zu sein, auch ohne Erfolge. Ja, sogar als Verlierer und als Nichtsnutz darf man ein wertvoller Mensch sein, der Respekt, Anerkennung und Liebe bekommen darf. Nicht weil er Leistung oder Spitzenleistung erbringt, sondern einfach weil er ein Mensch ist. Ein Kind Gottes. Ein Meisterwerk der Natur, der Schöpfung.
Das Leid der Spitzensportler
von Kornél Sándor
Ich darf mich selbst annehmen, auch den Teil, der nur Süssigkeiten will, ohne zu leisten. Der einfach spielen will, singen will, springen, tanzen, zeichnen, basteln, gestalten will. Einfach so. Ohne gefallen zu müssen. Ohne irgendeinen Druck oder Zwang. Einfach so aus Spass an der Freude. Aus Zufriedenheit am Sein. Aus Lebensfreude natürlichster, reinster Art. Eine Lebensfreude, die aus tiefstem Herzen kommt, unverdorben und rein. Ja, in der Leistungsgesellschaft werden Spitzensportler bewundert, aber wer bemerkt ihr Leiden? Es gibt nicht weit von meinem Wohnort eine Psychiatrieabteilung, die sich nur auf Spitzensportler spezialisiert hat. Offenbar scheint eine solche Abteilung zu rentieren. Leider!
Nun, hoffen wir mal, dass ich jetzt erfolgreich an der Schlafweltmeisterschaft teilnehmen kann…
Ich bin zwar hundemüde, aber ich schreibe das jetzt trotzdem auf: Das Interview gestern hat mich etwas mitgenommen. Ich mache mir Gedanken über die zwei Spitzensportler. Der Bruder wertet sich selbst ab und schätzt sich gering; die Schwester wertet andere ab und schätzt diese gering. Es ist dieselbe «Krankheit», nur die eine oder andere Seite der gleichen Medaille.
Mangelnde Empathie, mangelnde Liebe, Anerkennung und Verständnis. Das kann man gegen sich selbst (z.B. Inneres Kind) richten, oder gegen aussen (Innere Kinder der anderen). Wahrscheinlich, oder sogar mit Sicherheit mussten die beiden Sportler schon als Kinder viel leiden und leisten. Sie fühlten den Druck. Schon heftig, wie er weinte während des ganzen Sportanlasses als kleiner Junge, der noch viel zu klein war, um die Aufgabe überhaupt meistern zu können.
Oder sie, die als kleines Mädchen mit einer Situation konfrontiert war, die in ihr riesengrosse Angst verursachte. Zu gross, um sie richtig verarbeiten zu können. Das sind keine Peanuts, es sind ernstzunehmende Geschichten, die viel aussagen, wenn man sie richtig deuten und lesen kann und sie in den Kontext setzt.
Spruch des Tages
Hör denen zu, die gut zuhören können,
und erzähle denen, die gut erzählen können.
18.11.2025
Heute beim Wandern habe ich eins gelernt:
Manchmal ist der Weg, der am Anfang gut aussieht, am Ende schlecht; und der Weg, der am Anfang schlecht aussieht, am Ende gut...
Spruch des Tages
Man muss es auch nicht immer übertreiben mit der Geschwindigkeit, das gilt sowohl auf der Strasse wie auch im Leben.
19.05.2026